RoboTalk startet: Der neue Terra Robotics Podcast über Robotik, Safety und Praxis

Terra Robotics


Lesezeit: ca. 5 Minuten

Robotik entwickelt sich schnell – und mit ihr entstehen immer neue Fragen. Welche Technologien sind bereits praxisreif? Wo liegen die Grenzen? Wie lassen sich Roboter sicher in bestehende Prozesse integrieren? Und welche Entwicklungen werden Unternehmen in den kommenden Jahren tatsächlich verändern? Mit „RoboTalk by TERRA Robotics“ schaffen wir einen neuen Podcast, der sich genau diesen Fragen widmet.

Durch den Podcast führen Marie Kaldewey und Murat Arpaci, Geschäftsführer von Terra Robotics. Gemeinsam sprechen sie mit Experten, Herstellern, Anwendern und weiteren Gästen über aktuelle Entwicklungen, reale Anwendungen und die Herausforderungen moderner Robotik.

Nach dem Start des Podcasts ist nun auch die erste Folge mit Gast verfügbar. Im Mittelpunkt steht dabei eines der wichtigsten Themen professioneller Automatisierung:

Safety First – Wenn Mensch und Roboter zusammenarbeiten.

RoboTalk: Robotik jenseits von Produktdaten und Schlagzeilen

Neue humanoide Roboter, Fortschritte bei Physical AI, autonome Systeme für Industrie und Logistik oder intelligente Serviceroboter: Kaum ein Technologiebereich entwickelt sich aktuell so dynamisch wie Robotik.

Gleichzeitig wird es dadurch für Unternehmen schwieriger, zwischen beeindruckenden Demonstrationen und tatsächlich einsetzbaren Lösungen zu unterscheiden.

Genau hier setzt RoboTalk an.

Der Podcast soll nicht nur neue Technologien vorstellen, sondern die Fragen dahinter diskutieren:

  • Welche Robotiklösungen funktionieren bereits heute?
  • Welche Anwendungen befinden sich noch in der Entwicklung?
  • Wann lohnt sich ein Robotikprojekt wirtschaftlich?
  • Welche Anforderungen entstehen bei der Integration?
  • Welche Rolle spielen Software, KI und Daten?
  • Wie verändert Robotik bestehende Arbeitsplätze?
  • Welche gesetzlichen und sicherheitstechnischen Anforderungen müssen berücksichtigt werden?
  • Wie starten Unternehmen sinnvoll mit Automatisierung?

RoboTalk verbindet damit Technologie, Praxis und unterschiedliche Expertenperspektiven.

Marie Kaldewey und Murat Arpaci führen durch die Welt der Robotik

Moderiert wird RoboTalk von Marie Kaldewey und Murat Arpaci.

Murat Arpaci bringt dabei die Perspektive eines Robotik-Solution-Providers ein. Terra Robotics arbeitet herstellerübergreifend mit Lösungen aus Reinigungs-, Service-, Industrie- und humanoider Robotik.

Der Podcast soll jedoch bewusst über einzelne Produkte und Hersteller hinausgehen.

Gemeinsam mit unterschiedlichen Gästen geht es um technologische Entwicklungen, konkrete Projekte, Erfahrungen aus der Praxis und die Frage, wie Robotik langfristig sinnvoll in Unternehmen eingesetzt werden kann.

Damit entsteht ein Format für Entscheider, Entwickler, Automatisierungsexperten und alle, die verstehen möchten, wie sich Robotik aktuell tatsächlich entwickelt.

Erste Gastfolge: Safety First – Wenn Mensch und Roboter zusammenarbeiten

Für die erste Folge mit Gast widmet sich RoboTalk einem Thema, das bei jedem professionellen Robotikprojekt von Beginn an berücksichtigt werden muss:

Sicherheit.

Zu Gast ist Jens Müller, CMSE®, Sachverständiger und Experte für Maschinensicherheit und Robotik.

Er verfügt über langjährige Erfahrung im Maschinenbau und in der Automatisierung mit besonderem Schwerpunkt auf Roboterapplikationen und Maschinensicherheit.

Gemeinsam geht es um die Frage:

Was muss passieren, damit Menschen und Roboter sicher Seite an Seite arbeiten können?

Sicherheit beginnt nicht erst bei der Inbetriebnahme

Ein Roboter kann technisch hervorragend funktionieren und trotzdem ungeeignet für einen bestimmten Prozess sein, wenn die Umgebung und mögliche Risiken nicht ausreichend berücksichtigt wurden.

Deshalb sollte Sicherheit nicht erst geprüft werden, wenn der Roboter bereits im Unternehmen steht.

Bereits bei der Planung spielen unter anderem folgende Punkte eine Rolle:

  • Wo bewegt sich der Roboter?
  • Arbeiten dort gleichzeitig Menschen?
  • Welche Geschwindigkeiten sind zulässig?
  • Welche Gegenstände transportiert oder bewegt das System?
  • Welche Sensorik steht zur Verfügung?
  • Wie reagiert der Roboter auf Hindernisse?
  • Wo befinden sich Sicherheits- und Sperrzonen?
  • Was passiert bei einer Störung?
  • Wer darf das System bedienen?
  • Wer trägt Verantwortung für Betrieb und Veränderungen?

Gerade bei komplexeren Robotersystemen müssen Maschine, Umgebung und tatsächlicher Arbeitsprozess gemeinsam betrachtet werden.

Auf unserer Seite mit häufigen Fragen zu Robotik und Sicherheit gehen wir bereits auf viele dieser praktischen Fragestellungen ein.

Mensch und Roboter arbeiten zunehmend im gleichen Umfeld

Bei klassischen Industrierobotern war die Trennung zwischen Mensch und Maschine lange vergleichsweise eindeutig.

Der Roboter arbeitete häufig innerhalb einer abgegrenzten Zelle, während Mitarbeitende den Gefahrenbereich während des automatischen Betriebs nicht betraten.

Neue Robotik verändert dieses Prinzip.

Autonome mobile Roboter bewegen sich durch Gebäude und Produktionsbereiche. Serviceroboter begegnen Mitarbeitern und Kunden. Mobile Manipulatoren fahren zwischen Arbeitsstationen. Und humanoide Roboter sollen perspektivisch genau die Umgebungen nutzen, die ursprünglich für Menschen geschaffen wurden.

Dadurch gewinnt die sichere Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine weiter an Bedeutung.

Humanoide Robotik bringt neue Safety-Fragen mit sich

Besonders deutlich wird diese Entwicklung bei humanoiden Systemen.

Ein humanoider Roboter kann sich bewegen, greifen, sein Gleichgewicht aktiv kontrollieren und möglicherweise Gegenstände oder Werkzeuge handhaben.

Damit entstehen andere Risikoszenarien als beispielsweise bei einem stationären Roboterarm.

Unternehmen müssen unter anderem bewerten:

  • Wie verhält sich das System bei einem Gleichgewichtsverlust?
  • Welche Kräfte können Arme und Hände ausüben?
  • Wie wird eine Person zuverlässig erkannt?
  • Welche Bewegungen dürfen in Menschennähe ausgeführt werden?
  • Wie wird das System im Notfall gestoppt?
  • Was passiert bei Sensor-, Kommunikations- oder Softwarefehlern?
  • Welche Bereiche darf der Roboter selbstständig betreten?

Terra Robotics und Jens Müller beschäftigen sich bereits intensiv mit diesen Fragestellungen. Auch beim Robotik Tag 2026 zum Thema „Humanoide im Shopfloor“ stand die sichere Integration humanoider Systeme in industrielle Prozesse im Mittelpunkt.

Wer trägt eigentlich die Verantwortung?

Eine weitere zentrale Frage der Podcastfolge betrifft die Verantwortung.

Bei einem Robotikprojekt arbeiten häufig mehrere Parteien zusammen:

  • Hersteller des Roboters
  • Integrator
  • Softwareanbieter
  • Betreiber
  • Servicepartner
  • interne Verantwortliche des Unternehmens
  • Mitarbeitende im späteren Einsatzbereich

Entscheidend ist deshalb, Verantwortlichkeiten frühzeitig eindeutig zu definieren.

Wird eine Anlage später verändert, ein Prozess angepasst oder ein Roboter für eine neue Aufgabe eingesetzt, kann sich auch die ursprüngliche Risikobewertung verändern.

Ein professionelles Robotikprojekt endet somit nicht mit der erfolgreichen Inbetriebnahme.

Auch Veränderungen im laufenden Betrieb müssen kontrolliert und dokumentiert werden.

Normen und Vorschriften sind Teil des Robotikprojekts

Safety besteht nicht nur aus Sensoren und Not-Halt-Schaltern.

Professionelle Robotik bewegt sich innerhalb eines Rahmens aus gesetzlichen Anforderungen, Normen und technischen Standards.

Welche Anforderungen konkret gelten, hängt unter anderem davon ab, um welchen Robotertyp es sich handelt, wie er eingesetzt wird und ob er Bestandteil einer größeren Maschine oder Anlage ist.

Jens Müller beschäftigt sich als Sachverständiger für Maschinensicherheit seit vielen Jahren genau mit diesen Fragestellungen.

In der RoboTalk-Folge wird deshalb nicht nur über technische Sicherheit gesprochen, sondern auch darüber, welche Verantwortung Unternehmen übernehmen und warum Safety bereits in der frühen Projektphase berücksichtigt werden sollte.

Sicherheit und Innovation sind kein Widerspruch

Safety wird bei neuen Technologien manchmal als Hindernis für schnelle Innovation wahrgenommen.

Für einen dauerhaften produktiven Einsatz gilt jedoch das Gegenteil.

Nur wenn Unternehmen verstehen, unter welchen Bedingungen ein System sicher betrieben werden kann, lässt sich eine Anwendung später zuverlässig skalieren.

Ein erfolgreicher Pilot sollte deshalb bereits Fragen berücksichtigen wie:

Technische Machbarkeit: Kann der Roboter die Aufgabe zuverlässig ausführen?

Prozessintegration: Passt die Lösung in den bestehenden Ablauf?

Wirtschaftlichkeit: Entsteht ein nachvollziehbarer Mehrwert?

Safety: Kann die Anwendung unter realen Bedingungen sicher betrieben werden?

Erst das Zusammenspiel dieser Faktoren macht aus einer technologischen Demonstration eine produktive Robotiklösung.

RoboTalk bringt Experten und Praxis zusammen

„Safety First“ ist dabei nur der Anfang.

RoboTalk soll regelmäßig unterschiedliche Perspektiven auf die Robotikwelt zusammenbringen.

Dazu gehören Themen wie:

  • humanoide Robotik
  • künstliche Intelligenz und Physical AI
  • Industrieautomation
  • Service- und Reinigungsrobotik
  • Robotik in Logistik und Produktion
  • Forschung und Entwicklung
  • Wirtschaftlichkeit
  • Integration
  • Safety und Normen
  • neue Hersteller und Technologien
  • reale Projekte und Pilotanwendungen

Das Ziel ist ein Format, das Robotik verständlich einordnet, ohne technologische Entwicklungen zu vereinfachen oder ausschließlich anhand des aktuellen Hypes zu bewerten.

Jetzt RoboTalk anhören

Die erste Gastfolge von RoboTalk by TERRA Robotics ist jetzt verfügbar:

Safety First – Wenn Mensch und Roboter zusammenarbeiten

Mit Marie Kaldewey, Murat Arpaci und Jens Müller, CMSE® geht es um Maschinensicherheit, Verantwortung, Normen und die Voraussetzungen für eine sichere Zusammenarbeit zwischen Menschen und Robotern.

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Weitere Folgen werden sich regelmäßig mit aktuellen Technologien, Anwendungen und Fragestellungen aus der Robotikwelt beschäftigen.

Robotik wirft Fragen auf. RoboTalk nimmt sich Zeit für die Antworten.

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