Die kollaborativen Roboter DOBOT CR10A und DOBOT CR10AS gehören zu den leistungsstärkeren Modellen der CR-/CRA-/CRS-Serie. Mit 10 kg Nutzlast, großem Arbeitsradius bis ca. 1300 mm und einer maximalen Reichweite von rund 1525 mm adressieren sie Anwendungen, bei denen leichtere Cobots an ihre Grenzen stoßen – etwa Palettieren, Beladen und Entladen von Maschinen, Transport und Verpackung sowie Kommissionierung in Lager und E-Commerce-Fulfillment.
Im Unterschied zu klassischen Industrierobotern sind CR10A und CR10AS als kollaborative Roboter konzipiert: Sie bringen zahlreiche Sicherheitsfunktionen, ein kompaktes Design und eine einfache Bedienung mit, sodass sie sich auch in bestehenden Fertigungslinien und Logistikumgebungen nachrüsten lassen. Unternehmen können mit einer einzelnen Cobot-Zelle starten und später Schritt für Schritt weitere Dobot CR-Cobots integrieren.
Technische Eckdaten: 10 kg Payload, große Reichweite und hohe Präzision
Die technischen Kennwerte der CR10-Plattform sind klar auf anspruchsvolle Handling- und Palettieraufgaben ausgerichtet. Mit 10 kg Traglast lassen sich Kartons, Kisten, Trays, Bauteile und Werkstückträger bewegen, wie sie im Wareneingang, in Versandabteilungen oder in der Fertigung typischerweise vorkommen. Der Arbeitsradius von rund 1300 mm und die maximale Reichweite von ca. 1525 mm ermöglichen es, mehrere Stationen innerhalb einer Zelle anzufahren: Stapelplätze, Förderbänder, Paletten, Maschinen oder Pufferregale.
Die Wiederholgenauigkeit von ±0,03 mm ist für einen 10-kg-Cobot sehr hoch und sorgt dafür, dass Kartons, Bauteile oder Trays präzise und reproduzierbar abgelegt werden. Unterstützt wird das durch DH-Parameter-Kompensation und Vibrationsunterdrückung, sodass der CR10A/CR10AS auch bei hohen Geschwindigkeiten stabil arbeitet. Mit bis zu 4 m/s TCP-Geschwindigkeit ist der Cobot schnell genug, um Zykluszeiten an Palettier-, Verpackungs- oder Beladestationen deutlich zu senken.
Die IP54-Schutzklasse macht die Roboterarme widerstandsfähig gegenüber Staub und Spritzwasser – ein Pluspunkt für Anwendungen in der Verpackungsindustrie, in Lebensmittel- und Getränkeumgebungen oder in staubbelasteten Produktionsbereichen.
CR10AS mit SafeSkin – Pre-Collision-Detection für sichere MRK
Der größte Unterschied zwischen DOBOT CR10A und DOBOT CR10AS ist die integrierte SafeSkin-Technologie des CR10AS. SafeSkin ist ein konturfolgender Silikonmantel mit großflächiger, kontaktloser Sensorik, der den gesamten Roboterarm abdeckt. Im Gegensatz zu klassischen, rein kraftbasierten Kollisionsüberwachungen erkennt SafeSkin leitfähige Objekte – insbesondere Menschen – bereits im Abstand von ca. 7 cm, reagiert innerhalb von 0,01 Sekunden und löst ein Abbremsen oder einen Stopp aus, bevor es zu einem Kontakt kommt.
Ein wichtiger Vorteil: Während viele Cobots im geteilten Arbeitsraum auf niedrige Geschwindigkeiten von etwa 0,25 m/s begrenzt werden, kann ein Cobot mit SafeSkin – abhängig von Risikobeurteilung und Anwendung – deutlich höhere Geschwindigkeiten (bis ca. 1 m/s) fahren und bleibt trotzdem normgerecht sicher. Das macht den CR10AS besonders attraktiv für kollaborative Palettierstationen, Kommissionierplätze oder Montagebereiche, in denen menschliche Mitarbeitende regelmäßig mit dem Cobot denselben Arbeitsraum teilen.
Typische Anwendungen in Produktion, Logistik und Verpackung
Durch Nutzlast und Reichweite eignen sich CR10A und CR10AS für eine breite Palette an Aufgaben entlang der Wertschöpfungskette:
- Palettieren und Depalettieren von Kartons, Kisten und Säcken
- Beladen und Entladen von Maschinen (CNC, Spritzguss, Stanzen, Verpackungsmaschinen)
- Kommissionierung und Umpacken in E-Commerce- und Fulfillment-Zentren
- Verpacken, Etikettieren und Kartonhandling an Verpackungslinien
- Wareneingang / Warenausgang – automatisiertes Entladen aus Gitterboxen, KLTs, Trays
- Intralogistik – Umsetzen von Behältern zwischen Förderstrecken, Pufferregalen und Arbeitsplätzen
In vielen dieser Szenarien können CR10A und CR10AS menschliche Mitarbeitende gezielt entlasten: Der Cobot übernimmt monotone, körperlich belastende Aufgaben wie Heben, Stapeln und Umlagern, während das Personal sich auf Qualitätskontrolle, Problemlösung und wertschöpfende Tätigkeiten konzentriert.
Einfache Integration in SPS, IT-Systeme und Peripherie
Damit sich Dobot CR10A und Dobot CR10AS nahtlos in bestehende Umgebungen integrieren, unterstützt die CR-Plattform gängige Industrieprotokolle: TCP/IP, Modbus, PROFINET, Ethernet/IP, RS485 und EtherCAT stehen zur Verfügung, um Cobots an SPS, IPCs, SCADA, MES oder ERP-Lösungen anzubinden. Die Steuerbox bietet zahlreiche digitale und analoge I/O, sodass sich Greifer, Vakuumtechnik, Lichtschranken, Sensoren und Förderstrecken ohne großen Zusatzaufwand integrieren lassen.
Mit DobotStudio Pro können Inbetriebnehmer und Inhouse-Teams den Cobot über eine grafische Oberfläche einrichten, Bahnen per Drag-to-Teach einlernen, Logik über Blockdiagramme definieren oder über Skripte und APIs in Sprachen wie Python oder C/C++ tief in vorhandene Systeme integrieren. Für fortgeschrittene Projekte stehen zudem ROS-Integration und offene SDKs zur Verfügung, um z. B. Vision-Systeme, Kraft-Momenten-Sensoren oder eigene KI-Algorithmen einzubinden.
Skalierbare CR-/CRS-Plattform – vom Einzelcobot zur Linie
CR10A und CR10AS sind Teil der DOBOT CR-Serie, die Cobots von 3 bis 16 kg Traglast umfasst. Unternehmen, die mit einem 10-kg-Cobot starten, können später problemlos weitere Modelle wie CR3A/CR3AS, CR5A/CR5AS oder CR16 ergänzen, ohne die Plattform zu wechseln. Zubehör wie Palettier-Kits, Linearschienen, Vision-Kits und unterschiedliche Greifersysteme lässt sich flexibel kombinieren und ermöglicht es, nach und nach komplette Fertigungs- und Logistikzellen aufzubauen.
In Verbindung mit der CRS-Serie mit SafeSkin (CR3AS, CR5AS, CR10AS) entsteht eine durchgängige MRK-Strategie: kleinere Cobots übernehmen Montage- und Prüfaufgaben in unmittelbarer Nähe von Mitarbeitenden, während CR10AS Palettier- oder Kommissionierstationen im gleichen Sicherheitskonzept abbildet. So entsteht eine einheitliche Plattform, die sowohl klassische Industrieroboter-Anwendungen als auch moderne kollaborative Roboterarbeitsplätze abdeckt.